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Allergien vorbeugen

Übergewicht

Übergewicht ...

... begünstigt nicht nur die Entstehung von Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen oder orthopädischen Erkrankungen, sondern erhöht auch das Risiko für allergisches Asthma.

Ernährungsfaktoren spielen nicht nur für die Entwicklung allergischer Erkrankungen, sondern auch bei einigen weiteren sogenannten Zivilisationkrankheiten eine maßgebliche Rolle. Dank verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungen weiß man inzwischen, dass die Ernährung in den ersten Lebensmonaten auch diesbezüglich enorme Chancen zur frühen Prävention bietet.

Übergewicht vorbeugen

Übergewicht ist einer der größten Risikofaktoren für Gesundheitsschäden und nachlassende Lebensqualität. Verschiedene Untersuchungen bestätigen, dass eine starke Gewichtszunahme in den ersten Lebensjahren das Risiko für späteres Übergewicht erhöht. Wer optimale Bedingungen für eine gesunde Entwicklung des Kindes schaffen will, sollte dies von Anfang an bei der Ernährung seines Babys berücksichtigen.

Säuglingsnahrung

Säuglingsnahrung

Eiweißreduzierte Säuglingsnahrung sorgt ähnlich wie Muttermilch für eine gemäßigte Gewichtszunahme und ist daher eine Alternative für Mütter, die mit dem Stillen nicht zurechtkommen.

Die richtige, bedarfsangepasste Ernährung des Babys kann das Risiko für Übergewicht senken. Auch unter diesem Aspekt bietet Muttermilch die besten Voraussetzungen. Ein wichtiger Faktor für eine ungewollt hohe Gewichtszunahme vieler Babys, die nicht gestillt werden, ist der zum Teil hohe Eiweißgehalt einiger Säuglingsnahrungen. Gemessen in Gramm pro 100 Milliliter hat Muttermilch in den ersten Lebensmonaten des Babys einen Eiweißgehalt zwischen 1,1 und 1,4. Säuglingsanfangsnahrung mit einem Eiweißgehalt von 1,2 bis 1,3 Gramm pro 100 Milliliter führt ähnlich wie Muttermilch zu einer gesunden Gewichtsentwicklung. Deshalb gilt die Empfehlung, den Eiweißgehalt der Säuglingsnahrung zu beachten und auf HA-Nahrung mit besonders niedrigem Eiweißgehalt zurückzugreifen.

Gesunde Darmflora – Stärkung des Abwehrsystems, Vorbeugung von Übergewicht und Allergien

Gute Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden haben Menschen mit starkem körpereigenem Abwehrsystem. Seine Ausprägung beginnt direkt nach der Geburt und wird indirekt auch von der Ernährung beeinflusst. Denn die Entwicklung eines funktionstüchtigen Abwehrsystems hängt u. a. von der Erstbesiedlung und anschließenden Entwicklung der Darmflora ab und die wird durch die Ernährung bestimmt. Ziel der frühkindlichen Ernährung ist es, hier positiv Einfluss zu nehmen und den Anteil gesundheitsfördernder Darmbakterien zu erhöhen. Zu den gesundheitsfördernden Bakterien gehören Milchsäurebakterien wie z. B. Bifidusbakterien. Babys, die gestillt werden, besitzen nachweislich einen hohen Anteil dieser Bakterienstämme in ihrer Darmflora und sind infolgedessen besser vor Magen-Darm-Problemen geschützt. Außerdem gibt es Hinweise, dass sie dadurch ein geringeres Risiko für die Entwicklung von Allergien haben.

Probiotik

Probiotik

Studien zeigen, dass bestimmte probiotische Säuglingsnahrungen vor Magen-Darm-Infekten schützen.

Bei Babys, die nicht gestillt werden, lässt sich die Besiedlung mit Bifidusbakterien durch probiotische bzw. präbiotische Säuglingsnahrungen fördern. Manche probiotischen Säuglingsnahrungen enthalten Bifidusbakterien, die direkt in den Darm gelangen. Präbiotische Nahrungen dagegen sind mit bestimmten Stoffen angereichert, die das Wachstum bereits vorhandener Bifidusbakterien fördern.

Besonders vielversprechend sind probiotische Säuglingsnahrungen, die mit Bifidobacterium lactis (B. lactis) angereichert sind. Studien belegen, dass sie das Risiko für Magen-Darm-Infekte im Kindesalter reduzieren. Ein weiteres Milchsäurebakterium, das die Gesundheit des Säuglings positiv beeinflussen kann, ist Lactobacillus reuteri (L. reuteri). Es hilft gegen die berüchtigten Dreimonatskoliken, die zwar harmlos, aber mit großen Beschwerden und Schreiattacken verbunden sind.

Kontakt

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Heilsbachstr. 32
53123 Bonn
+49 228 / 3 67 91-0
+49 228 / 3 67 91-90
info@dha-allergien.de

Aktuelle Pressemeldung

Wenn Stillen nicht klappt: Welche Säuglingsnahrungen sind sichere Alternativen?

Bonn, 13.03.17 Muttermilch ist das Beste für Säuglinge, darin sind sich alle Experten einig. Kinder, die nicht gestillt werden können, brauchen eine Säuglingsnahrung, die in ihrer Wirkung der Muttermilch möglichst nah kommt. Bei erhöhtem Allergierisiko aufgrund einer erblichen Vorbelastung ist eine in Studien geprüfte HA-Nahrung auf Kuhmilchbasis notwendig. Säuglingsnahrungen aus Soja- oder Ziegenmilch eignen sich nicht zur Allergievorbeugung. Vor Nahrungen auf Basis von Stuten- oder Mandelmilch wird gewarnt. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe sprach mit Professor Dr. Berthold Koletzko1, Leiter der Abteilung Stoffwechsel und Ernährung am Kinderspital der Universitätsklinik München.

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