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Gefahr von Fehlernährung, Allergien und Infektionen

Bonn, 17.10.17 Ob Marmelade, Smoothie oder Kuchen: Selbermachen liegt im Trend. Wenn es um Säuglingsnahrung fürs Fläschchen geht, sollten Eltern allerdings die Finger davon lassen. Denn Säuglinge, die nicht gestillt werden können, brauchen eine Nahrung, die die strengen Anforderungen an Nährstoffzusammensetzung und Hygiene erfüllt. Bei erhöhtem Allergierisiko muss sie außerdem hypoallergen sein. Das kann nur industriell hergestellte Säuglingsnahrung leisten.

Stillen ist die natürlichste und ideale Ernährung für Säuglinge. Denn Muttermilch ist optimal zusammengesetzt und hygienisch einwandfrei. Manche Mütter, die nicht stillen können, suchen eine möglichst natürliche Alternative und erwägen, die Nahrung für ihr Baby selbst herzustellen. Davon raten alle Fachgesellschaften dringend ab. Nur industriell hergestellte Säuglingsnahrung ist der Muttermilch in ihren ernährungsphysiologischen Eigenschaften, aber auch in Sachen Bekömmlichkeit und Verdaulichkeit bestmöglich angepasst. Diesen Standard kann selbst hergestellte Milchnahrung nicht erfüllen, egal ob auf Basis von Soja, Kuhmilch oder anderen Quellen. Zudem birgt hausgemachte Milchnahrung die Gefahr einer Infektion. Säuglinge haben noch kein ausgereiftes Immunsystem und können durch Keime krank werden, die älteren Kindern und Erwachsenen nichts ausmachen.

Selbstgemacht: Erst recht nicht bei erhöhtem Allergierisiko

Kinder, die ein erblich bedingt erhöhtes Allergierisiko tragen, sollten überdies in den ersten vier Lebensmonaten nur allergenarm ernährt werden. Muttermilch erfüllt diese Anforderung von Natur aus. Bei industrieller HA-Säuglingsnahrung werden in speziellen, wissenschaftlich ausgefeilten Verfahren1 die kritischen Bereiche des Milchproteins so aufgespalten, dass das Risiko, Allergien auszulösen, reduziert wird. Hypoallergene Nahrung selbst herzustellen ist nicht möglich. Gegen selbst gemachten Babybrei spricht natürlich nichts. Denn mit der Beikost sollen Kinder ab dem fünften Lebensmonat an das normale Familienessen herangeführt werden. Dann genügt es, auf Ausgewogenheit zu achten und die allgemeinen häuslichen Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Die Broschüre "Allergien vorbeugen - gesunde Entwicklung fördern" informiert ausführlich über die richtige Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern. Darüber hinaus erfahren werdende und stillende Mütter, worauf sie ihrem Kind zuliebe bei ihrer eigenen Ernährung achten sollten. Der Ratgeber ist kostenlos per Post oder übers Internet erhältlich. Bestelladresse: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-allergien-vorbeugen.de.

1Aufgrund verschiedener Herstellungsverfahren unterscheiden sich HA-Säuglingsnahrungen in ihrer allergieschützenden Wirkung. Daher empfehlen Ärzte, beim Kauf von HA-Nahrung darauf zu achten, dass die allergieschützende Wirkung wissenschaftlich belegt ist, etwa durch einen Hinweis auf dem Etikett.

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Aktuelle Pressemeldung

Erfreulich: Kinder werden wieder länger gestillt

Nicht alle Eltern kennen die Empfehlungen für nichtgestillte allergiegefährdete Kinder

Bonn, 04.06.20 In Deutschland werden 56 Prozent der Kinder im Alter von vier Monaten noch voll gestillt, meldet die Stiftung Kindergesundheit. Vor zwanzig Jahren waren es nur 45 Prozent. Das ist auch aus allergologischer Sicht eine erfreuliche Nachricht, denn Muttermilch ist zur Vorbeugung von Allergien das Beste. Doch was tun, wenn die Muttermilch nicht ausreicht oder Stillen nicht möglich ist?

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